Montag, 5. Oktober 2015

WMDEDGT Oktober 2015

Ich ignoriere tapfer den Radiowecker und sein gleissendes Licht. Als das Schnauben des hauseigenen Schweizers lauter ist als die Verkehrsnachrichten, habe ich Erbarmen und schleiche ins Bad. Nach Haare-Makeup-Schmuck torkel ich nach unten und finde vor der Terrassentür eine schlecht gelaunte Katze (hey Mann, du wolltest gestern raus! Und vorgestern war das auch schon so! Nach 22 Uhr raus heisst nun mal draussen schlafen!). Kurzes Frühstück, dann die Qual der Wahl vor dem Kleiderschrank. Es wird eher schlicht (flache Schuhe) und praktisch (schwarzer Rock), heute keine Termine mit extern. Ich nehme Abschied vom hauseigenen Schweizer, der beruflich für zwei Wochen nach Känguru-Land entschwindet.
Im Zug kämpfe ich gegen die Müdigkeit und halte erst mit dem Feedreader, dann mit dem Strickzeug dagegen. Auf Arbeit ist es noch sehr leer, ach ja, die Praktikantin hat ja Ferien...seufz. Ich halte mich an meinem Kaffee fest und wühle mich erst mal durch die Zeitungen des Wochenendes, gehe dann zur Post über und lande schliesslich bei den Mails.
Um 10 Uhr gibt es Linzer Torte, eine Kollegin hatte Geburtstag, hoch soll sie leben!
Der hauseigene Schweizer ruft von unterwegs an und delegiert noch ein paar kleinere Aufgaben an mich. Das ist sehr nett, mir wäre ja sonst auch schrecklich fad.
Der Umzug zeigt schon Folgen: Muskelkater und durch die Schlepperei geschwächte Muskeln machen sich bemerkbar. Ich bin voll das Weichei.
Mittagessen mit einer Kollegin. Wir diskutieren angeregt über die unterschiedlichen Konfliktkulturen in Familien und im Berufsleben.
Danach telefoniere ich ein paar Redaktionen, Veranstaltungsorten etc. ab. Meldung an die Idealisten: Presse- und Marketingarbeit ist ganz oft Klinken putzen.
Die erste Artikel für die Firmenzeitschrift trudeln ein und ich bin die nächsten Stunden mit Redigieren, Fotos suchen und Groblayout machen beschäftigt.
Zwischendurch ist Zeit für ein bisschen Obst, zum Glück habe ich heute morgen noch Brombeeren eingepackt.
Ich haste zum Bahnhof und quetsche mich in den Zug. Ich habe einen Viertel Quadratmeter Platz, reicht zum Stricken, beschliesse ich. Mir kommt der Schal nun aber schon verdächtig lang vor und kurz um den Hals geschlungen: tatsächlich, das reicht schon. Genauere Anprobe auf Zuhause verschieben.
Zuhause erst mal Flammkuchen machen und essen, dabei schon mit der besten Freundin telefonieren, die sich morgen in den Urlaub verabschiedet. Wäschewahnsinn beseitigen.
Mit den Eltern skypen, dabei mache ich den Loop zum Loop. Nachdem ich ein Knäuel übrig habe, berechne ich noch schnell eine Mütze, bevor ich ins Bett sinke.

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